Die Fackel unterwegs in Namibia mit Anja Geuting und David Kremer im Dez’16/Jan’17

 

Am 23. Dezember 2016 starteten Anja Geuting und David Kremer ihre Reise und haben unsere Fackel freundlicherweise auf ihre Rundreise mitgenommen.

Die Karte mit dem Weg kann man dank GPS-Verfolgung hier nachvollziehen. Schauen Sie mal rein!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier der Reisebericht “aus Sicht der Fackel” :-)

Ich, die Inklusionsfackel, reiste erst vom Netzwerk-Hauptstandort, Frankfurt am Main, per Post in einen Ort in der Nähe von Köln, wo ich dann - mehr oder weniger behutsam - in einen großen Backpack gepackt wurde. Am 23.12.2016 begann dann meine erneute Reise: Lustiger Weise zurück nach Frankfurt zum Flughafen (hatten die Leute das nicht anders lösen können? Ich meine - ich reise ja sehr gerne, aber den Postweg und das Geschmeiße der Postleute hätte ich mir auch ersparen können…) - und dann ging es auf den knapp 10-stündigen Flug nach Windhoek in Namibia.

Zusätzlich wurde ich von einem „Tracker“ begleitet. Ein GPS, dass immer mal Signale meines Standortes sendete. So kann man auf der Netzwerk-Seite sehen wo die Reise mich entlang führte. Toll was es alles gibt… Nun denn - in Windhoek angekommen hatte ich erstmal für 2 Tage eine Reisepause. Dann ging es aber los! Rundreise Namibia von Windhoek gen Süden nach Kalahari/Marienthal. Dort lernte ich die erste Afrikanerin kennen, die mich ganz stolz hielt! Sie hieß Yvonne und ist auf dem einen Gruppenbild die, die mich in der Mitte der Truppe mit einem Lächeln hält. Sie fand meine Geschichte sehr spannend. Kurz vor dem Foto hat sie mich im Arm gehalten wie ein kostbares Baby. Schützend und stolz ein Teil meiner Geschichte zu werden!

 

Sie hat dann für das Foto noch ihre Kollegen zusammengetrommelt und alle fanden mich SUPER! Immerhin war ich schon beim Papst - das kann nun wirklich nicht jeder von sich behaupten!

Jedenfalls fiel es Yvonne nicht leicht mich den beiden Reisenden Anja und David wieder abzugeben :-) Apropos die beiden Reisenden: Anja ist die Schwester von der Netzwerk Inklusion Deutschland-Vorsitzenden, Alexandra Cremer, und David ist ihr Freund. Die beiden haben mich also auf der Reise begleitet.

Weiter ging es dann Richtung Fish River Canyon. Auf der Fahrt dort hin sah ich immer wieder unterschiedliche Landschaften und wurde on Anja oder David für ein Foto bereitgehalten. Raus aus dem Auto in die Hitze, rein ins Auto zur Klimaanlage - ich hoffe das bringt mir keine bleibenden Schäden! Aber wenn ich es recht bedenke, bringt mir eher das Gerüttelt auf Namibias „Straßen“ bleibende Schäden. Die haben fast überall Schotterpisten und ich wurde auf den langen, fast täglichen, Fahrten ordentlich durchgerüttelt in meinem Reisehandtuch. 

Fast wäre ich noch kurz nach Südafrika abgebogen, die Fahrt ging entlang der Grenze, aber das wäre mit dem Auto ohnehin nicht gegangen, da das nur für Namibia zugelassen war.

Es ging also weiter durch einen Ort der „Aus“ heißt. Dort hatte ich eine gemütliche Übernachtung auf einer Art Pferdeanwesen. Es ging weiter für einen Tagestrip nach Lüderitz (da war ich in der ehemaligen Diamantenstadt Kolmannskuppe! Die ist heute von Sand halb verschüttet - etwas gruselig...), durch die Namibwüste, nach Sossusvlei. In Sossusvlei feierte ich dann Silvester. Und nach ganzen 5 Jahren ohne Regen brachte meine Anwesenheit den Himmel dazu, ein paar Tropfen herunter zu lassen - am 31.12.2016 um ca. 22:30 Uhr Ortszeit. Die Einheimischen machten ein Freudentänzchen. Ich wurde leider nicht zum Tanzen aufgefordert - und ehe alle es richtig verstanden hatten, war der kleine Regenschauer auf schon wieder vorbei.

Auf einer der langen Fahrtstrecken habe ich übrigens eine wahnsinnig gute Tat getan!

Es gibt auf den schlechten Straßen immer mal wieder Autoreifenplatzer und Anja und David hielten unter anderem mal bei einem kleinen Bus der eine Panne hatte an, und fragen ob wir helfen können. Es waren 5 junge Deutsche Leute in dem Bus. 3 Jungs und 2 Mädels. Aber wäre ICH, die Inkulionsfackel aus Deutschland nicht gewesen, hätten die den Reifen NIE gewechselt bekommen… Inklusion bringt nicht nur Menschen einandern näher, sondern hilft auf dabei, dass diese Menschen - die Menschheit - stärker ist. Durch die vereinten Kräfte und durch Einbringen der jeweiligen Stärken eines jeden!

Ich konnte also durch pure Anwesenheit die Kräfte und Stärken aller Beteiligten aktivieren und so konnte unsere Reise nach einer halben Stunde beruhigt weiter gehen.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich auch ein Glücksbringer für meine Mitreisenden war! Unser Wagen hatte nämlich keine einzige Panne!

Ein Highlight meiner Reise war die Überquerung des südlichen Wendekreises Capricorn (Breitengrad des Steinbock)! Ich habe diesen auf der Reise 2 Mal überquert, aber beim 1. Mal war es mir nicht so richtig bewusst. So wurde bei der 2. Überquerung mit mir dann auch eine Fotosession gemacht. Erst mit Anja und David und dann hielt ein anderes Auto an, darin saßen Italiener! Die waren auch überrascht als sie meine Geschichte von der Papstsegnung hörten und während wir noch plauderten hielt ein Reisegruppenbus an - voller Deutscher. Wir mussten nicht lange überreden - alle kamen mit aufs Bild! Ok, eine Deutsche war so nett und machte das Foto - sie ist natürlich nicht mit drauf… Das war ein Erlebnis!

Die Reise führte mich weiter über Walvis Bay und Swakopmund am Meer - mit einem Abstecher nach Cape Cross zu einer Stelle am Meer an der tausende (und nein, ich übertreibe nicht!) Seehunde mit all ihren Jungen lagen, liefen und schwammen. Ein unglaublicher Geräuschpegel - und Gestank! Aber toll. All die Seehunde - ich kam richtig nah dran!

Danach war ich in Damaraland. Da war es auch toll, aber ich freute mich schon so sehr auf den Etosha Nationalpark, dass ich froh war als es endlich durch das Einfahrtstor des Parks ging!

Was ich dort alles an wunderbaren Tieren sah!! Vorher waren schon diverse Antilopen, Affen, Zebras, Giraffen etc. aber im Park selbst - ein wahnsinns Getummel überall. Und es kamen noch Löwen und Gnus und ein Nashorn, Kojoten und und und dazu! Unbeschreiblich schön und toll. Wenn so eine Zebraherde an einem vorbeiläuft als wäre es das normalste der Welt… gefolgt von Gnus mit kleinen Mini-Gnus und die Löwen mit ihren kleinen - und dann noch der große Löwe der faul und satt (so hoffte ich) unter einem Baum am Wegesrand lag… man kann es kaum in Worte fassen!

All diese Eindrücke und noch viele mehr durfte ich dann zum Reiseende hin in einer wunderbaren Lodge außerhalb von Windhoek verarbeiten.

Mit noch einem Tagesausflug um Geparden, Leoparden, Nilpferde und Warzenschweine zu sehen konnte ich so ein schönes Ende der Rundreise finden.

 

Hier noch Impressionen der Reise

 

 

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